Herzlich willkommen auf den Seiten der publicplan GmbH!

publicplan berät Institutionen und Unternehmen des öffentlichen und halböffentlichen Sektors sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. Wir unterstützen unsere Kunden vor allem bei technologischen Fragestellungen aber auch bei der Optimierung von Prozessen und der Entwicklung von nachhaltigen Strategien. Auch der Bereich der Individualentwicklung gehört zu den Kompetenzen der publicplan GmbH, wenn sich Standardlösungen für unsere Kunden als nicht adäquat erweisen.

Unsere aktuellsten 5 Blogposts

MOGDy, API.LEIPZIG und die Ausbaufähigkeit von Open Data in Deutschland (Teil 1)

Unsere Kurzinterviews zu "Open Data"

In den vergangenen Monaten haben wir von publicplan mit insgesamt 4 Vertretern von Open Data-Projekten im deutschsprachigen Raum Kurzinterviews durchgeführt. Mit dabei waren Köln, Berlin, Wien und zuletzt Bremen. Die 4 Städte haben gezeigt, dass es unterschiedliche Ideen und Ansätze im Umgang mit Offene Daten gibt, die einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger schaffen können. Was sich aus dem Thema Open Data im Bereich eGovernment alles entwickeln kann, zeigte bereits der diesjährige Wettbewerb "Apps 4 Deutschland".



Preisverleihung Ideenwettbewerb "Apps 4 Deutschland" auf der CeBit 2012. Foto: www.apps4deutschland.de

Unsere Anfragen für die Kurzinterviews haben wir auch an weitere Open Data-Initiativen in verschiedenen Städten und Regionen gerichtet. Leider war die Gesprächsbereitschaft dort eher begrenzt, so dass wir mit diesem und dem kommenden Blogpost noch einige der abgeschlossenen und aktuellen Projekte kurz beschreiben und somit auf diesen Wege vorstellen möchten, bevor wir in 4 Wochen mit einem letzten Kurzinterview auch ein Fazit zu diesem Thema ziehen.

Zusammengefasst: "München und Offene Daten"

MOGDy war das Pilotprojekt in Sachen "Open Data" in Bayern. Das Synonym "MOGDy" steht dabei für den "Munich Open Government Day", eine mehrmonatige Aktion, die vom 01. Dezember 2010 bis 30. Juni 2011 in München stattfand. Dabei beschäftigte sich das Projekt MOGDy vordergründig mit der Frage, wie der genaue Nutzen für die Bürger aussehen kann, wenn eine Verwaltung "sich öffnet" und Daten bereitstellt. Das Projekt wurde von der Landeshauptstadt München in Kooperation mit externen Partnern durchgeführt und ist auf muenchen.de umfassend dargestellt.

Im ersten Schritt wurde online eine Ideensammlung via Wettbewerb zusammen getragen. Nach einigen Wochen richtete die Stadt München einen darauf aufbauenden Programmierwettbewerb aus, um einen Anreiz für Entwickler zu schaffen. Es galt aus den veröffentlichten Daten nützliche Programme zu erstellen und diese zur Verfügung zu stellen. Die besten Umsetzungen wurden im Anschluss prämiert. Das eigentliche MOGDy-Projekt erreichte sogar beim 11. eGovernment-Wettbewerb in Berlin in der Kategorie “Innovativstes Projekt” den dritten Platz und erhielt beim European Public Sector Award ein "Best Practice Certificate".


Screenshot der Website www.apileipzig.de/ das Open Data-Projekt "API.LEIPZIG" in Sachsen

Zusammengefasst: "Leipzig und Offene Daten"

Die Stadt Leipzig kann als eine der ersten Städte in den neuen Bundesländern mit einem Open Data-Projekt aufwarten: Die Initiative "API.LEIPZIG" basiert auf einem starken Community-Gedanken. Mit privatem und unternehmerischem Engagement sowie mit Unterstützung der “Leipziger Agenda 21” wurde eine Schnittstelle für den Zugriff auf Daten der Stadt entwickelt. Über diese Schnittstelle können strukturierte, öffentliche Daten aus Leipzig zur freien Verwendung abgerufen werden. Externe Entwickler haben dadurch die Möglichkeit, diese Daten zu nutzen und Anwendungen daraus zu entwickeln.

Beim Start von API.LEIPZIG konnte auf statistische Daten auf Stadtteilebene, das Branchenhandbuch Medien der Region Leipzig und den Veranstaltungskalender der Kultur- und Kreativwirtschaft zugegriffen werden. Um die Nutzung der API.LEIPZIG interessanter zu gestalten, werden jedoch noch deutlich mehr Datenquellen benötigt. Ende 2011 gab einer der Verantwortlichen des Projektes, Matthias Petzold, ein Interview auf www.government2020.de und gewährte damit noch weiterführende Einblicke. Zur Zeit stellt sich die Initiative neu auf, was auf einen nächsten Schritt in Sachen "Offene Daten" in Sachsen hoffen lässt.

Open Data-Angebote sind noch ausbaufähig

Was sich bei vielen bestehenden Open Data-Projekten und -Initiativen zeigt ist, dass die Ausbaufähigkeit eine der Grundideen ist. Oft handelt es sich in Deutschland bislang um Pilotprojekte - wie auch bei den beiden oben beschriebenden. Das Thema wird sowohl auf Landes- und Bundesebene als auch in den Kommunen stark diskutiert, Veranstaltungen rund um eGovernment kommen gar nicht um "Open Data" herum. Doch bislang sind es nur Einzelprojekte, die hervorstechen.


Screenshot der Website www.open-data-studie.de, Studie/Umfrage zum Thema "Open Data" auf Bundes- und Länderebene sowie in den Kommen

Das ist nicht nur unsere Einschätzung, sondern auch die von "kommune21". Die Fachzeitschrift zu eGovernment stellte in einer Notiz eine Umfrage vor, welche unter anderem von der Hochschule Harz durchgeführt wurde. Im Text heißt es: "Die bisherigen Aktivitäten der Behörden sind noch relativ weit entfernt vom eigentlichen Grundgedanken der offenen Daten". Entwicklungsfähig sei vor allem die Qualität der zur Verfügung stehenden Daten, die meist nicht maschinenlesbar sind. Die Studie kommt aber auch zum Ergebnis, dass es bereits viele kleinere Open Data-Realisierungen gibt - vor allem in den Bereichen Geografische Informationssysteme, Finanzen, Haushalt und Statistik. Als Hürden für eine zügige und breiter angelegte Herausgabe von Daten werden vor allem rechtliche gegebenheiten und der Datenschutz genannt. Mehr Details zur Studie gibt es auf www.open-data-studie.de.

Vorschau

Im Teil 2 dieses Artikels, der demnächst erscheinen wird, stellen wir noch einmal zwei weitere Open Data-Projekte aus Deutschland vor und gehen erneut auf die Chancen und Problematiken ein, die die Bereitstellung von Offenen Daten seitens der Kommunen und Länder mit sich bringen.
 

publicplan wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2013

Liebe Blog-Leser/innen,

der Endspurt im Jahr 2012 hat begonnen, die Weihnachtszeit steht kurz vor der Tür. Bei publicplan war es ein turbulentes, aufregendes Jahr mit vielen spannenden Projekten aus den Bereichen IT, Web und Social Media. Über viele dieser Projekte aus Kultur und Öffentlicher Hand haben wir bereits hier auf diesem Blog und über unsere Präsenzen in den sozialen Netzwerken berichtet.

 

 

Aufgrund von einigen Projektabschlüssen wurde es im Dezember erfahrungsgemäß ein wenig troubelig bei uns, sodass wir den Weihnachtsmonat leider die Schlagzahl unserer Beiträge hier etwas heruntergefahren haben. Doch wir werden selbstverständlich nach Weihnachten und vor allem im neuen Jahr Einiges nachholen. Dann gibt es noch die ausstehenden Blogposts zum Thema "Open Data", die Übersichten der Städte und Museen im Social Web und Rückblicke auf verschiedene, andere Projekte.

Wir danken allen unseren Kunden für die Zusammenarbeit in 2012 und freuen uns auf die neuen Herausforderungen im kommenden Jahr. Und auch allen mitlesenden Usern danke wir für Impulse und Anregungen, Lob und Kritik, Kommentare und Rückmeldungen.

Eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit und auf ein gutes Jahr 2013.

Ihr Team von der publicplan GmbH

Kollaboration in der öffentlichen Verwaltung / Teil 1: Cloud-Speicher

Nach den vergangenen Kurzinterviewreihen zu verschiedenen Themen wie "Social Media" oder "Open Data" möchten wir von publicplan in der nächsten Zeit in einer neuen Beitragsserie verschiedene Technologien für Kollaboration in der öffentlichen Verwaltung vorstellen.

Die technischen Möglichkeiten dieser Form von Zusammenarbeit sind im Bereich Wissensmanagement anzusiedeln und reichen von reinem Dokumentenaustausch, über vielseitige Softwarelösungen, bis hin zum gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten in Echtzeit. Aktuell gewinnt dieses an sich recht alte Thema wieder an Fahrt, weil es als Teilaspekt der Bestrebungen hin zum "Open Government" erkannt wurde.

Starten wollen wir unsere Beitragsreihe mit der Betrachtung der bei Unternehmen und Privatpersonen recht populuären Cloud-Speicher.

Dokumentenaustausch "in der Wolke"

Sowohl das betriebswirtschaftliche Wissensmanagement, als auch der Ansatz der öffentlichen Verwaltung haben als allgemeingültiges Ziel die effiziente Beschaffung und Bereitstellung von Informationen. Dies ist zum Beispiel dann gewährleistet, wenn Angestellte im öffentlichen Dienst gezieltes Dokumentenmanagement betreiben und dadurch ihre Arbeitsprozesse beschleunigen. Hier darf vor allem nicht der Sicherheitsaspekt vernachlässigt werden, da Dokumente oftmals sensible Daten und Informationen enthalten können.  

Die Möglichkeiten für Kollaborationen in der Praxis sollen folgend anhand von Beispielen übersichtlich dargestellt werden. Der Markt an potentieller Software ist riesig, sodass wir gerne in der kommenden Zeit einzelne Tools vorstellen wollen. Dabei haben wir die Implementierungschancen in der öffentlichen Hand immer im Blick.

Die Kategorie des reinen Dokumentenaustauschs soll hierbei den Anfang machen. Viel mehr geht es um Dienste, die ein Netzwerk-Dateisystem bereitstellen, das die Synchronisation von Dateien zwischen verschiedenen Rechnern ermöglicht. In diesem Fall bedeutet Synchronisation, dass Benutzer Dateien in einen zentralen Online-Speicher ablegen. Häufig findet man auch den Begriff Cloud-Speicher vor.

Dropbox, Wuala, Google Drive und viele mehr

Wir wollen den Fokus dabei auf eine Auswahl der größten und geläufigsten Anbietern dieser Branche legen, da sie allesamt den komfortablen Austausch von Dateien auf vielen verschiedenen Plattformen unterstützen, bis hin zur Nutzung auf mobilen Endgeräten. Zunächst sollen die wichtigsten Merkmale und Features der Anbieter Dropbox, Wuala, Google Drive, Microsoft Skydrive und iCloud von Apple herausgearbeitet werden.



Der Dienst Dropbox lässt in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit einiges zu Wünschen übrig. Allerdings wirkt dem die ausgeklügelte Synchronisation entgegen, da bei Veränderungen eben nur die aktualisierten Teile synchronisiert werden und nicht etwa die gesamte Datei komplett neu übertragen werden muss. Google Drive arbeitet dagegen sehr viel schneller, obwohl auch bei geringsten Änderungen immer die volle Datei übertragen wird. Eines der wichtigsten Features ist die gute Bearbeitungsmöglichkeit im Web, da hier Dokumente mit Hilfe von Googles Office Tool editiert werden können. Abgesehen von der eher schwerfälligen Datenübertragung, glänzt auch Skydrive mit seiner Anbindung an das hauseigene Online-Office in Sachen Datei-Editierung. Diese Online-Bearbeitung bietet Wuala nicht, jedoch steht hier im Gegensatz zu den anderen Anbietern der Sicherheitsaspekt mehr im Fokus. Dateien werden bereits bevor sie synchronisiert werden, am Endgerät verschlüsselt. Außerdem speichert Wuala die Daten auf verschiedenen Servern, die sich verteilt in mehreren europäischen Ländern befinden.

Sicherheit bei Synchronisierung das A und O

Gerade im Hinblick auf die Anwendung in der öffentlichen Verwaltung müssen wir darauf hinweisen, dass vor allem die Synchronisation hinsichtlich sensibler Daten mit Vorsicht zu genießen ist. So gestaltet sich beispielsweise die Benutzung der iCloud als problematisch, da Apple die hochgeladenen Daten trotz Endverschlüsselung jederzeit wieder entschlüsseln kann und dies sogar in den Nutzungsbedingungen offiziell anführt. Außerdem wird dort den Benutzern klar gemacht, dass die Daten an andere Behörden oder Dritte weitergegeben werden dürfen.

Eine Studie des Fraunhofer Instituts vom März 2012 bemängelt generell bei allen Anbietern die Zuverlässigkeit in Sachen Sicherheit. So wird darauf hingewiesen, dass keiner der getesteten Cloud-Speicher die Sicherheitsanforderungen vollständig erfülle und teilweise eine ordentliche Verschlüsselung fehle. Besonders Dienste, die erst nach der Synchronisation der Daten eben diese verschlüsseln, seien extrem anfällig. Zumindest Wuala ist bemüht einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten. Die Schlüssel werden nicht etwa online gespeichert, sondern befinden sich lokal auf der Festplatte des Benutzers. Diese clientseitige Verschlüsselung wird von den anderen Anbietern nicht betrieben. Dennoch besteht bei Wuala das Problem, dass keine bekannten Sicherheitsstandards verwendet werden, sondern auf eigene nicht-veröffentlichte Protokolle zurückgegriffen wird. Dies dürfte der Fehleranfälligkeit kaum entgegenwirken.


Ebenfalls relevant sind rechtliche Probleme, da öffentliche Organisationen an deutsches Datenschutzrecht gebunden sind und die meisten Anbieter ihre Server im Ausland betreiben. Abgesehen von Wuala, die ihren Sitz in der Schweiz haben, stehen alle anderen Server in den USA.

Unser Fazit zu den bestehenden Diensten

Abschließend lässt sich sagen, dass sich die Handhabung und Funktionsweise dieser Online-Datensicherung als sehr einfach und intuitiv gestaltet. Vor allem der Aspekt der Synchronisation und der damit verbundenen Tatsache, dass man sowohl von einem PC, als auch mit mobilen Endgeräten auf die Daten zugreifen kann, macht die Sache sehr praktisch. Die einfache Bedienung und die extrem nützlichen Funktionen könnten auch spannend für die öffentliche Verwaltung sein.

Ob das Ganze allerdings Verwendung in der öffentlichen Hand finden kann, ist mehr als fraglich. Die Sicherheitslücken einiger Dienste schließen die Nutzung im Umgang mit sensiblen Daten aus. Auch Dienste, die großen Wert auf Datenschutz und Sicherheit legen, weisen diverse Mängel auf. Außerdem sind eben jene Verschlüsselungsmethoden fraglich, die erst auf den Servern der Anbieter greifen und niemand ausschließen kann, dass dadurch Daten an Dritte weitergegeben werden. Abhilfe dagegen könnte bekannte Software zur Verschlüsselung schaffen, die der Benutzer vor der Synchronisation selbst anwenden kann. Dies würde jedoch den Vorgang komplizieren und die Einfachheit beim Umgang mit den Online-Speichern würde so unserer Meinung nach verloren gehen.

Alternativen für die Öffentliche Hand?!?

Für die Öffentliche Hand könnte es daher eine Option sein, eigene Cloudspeicher zu betreiben. Somit könnte man die Vorteile der Nutzung (einfach, intuitiv, pattformunabhängig) mit der Sicherheit des Betriebs in den eigenen öffentlichen Rechenzentren miteinander verbinden. Dafür eignen würde sich aus unserer Sicht z.B. die Lösung ownCloud, die in Form einer Open Source-Software genutzt und betrieben werden kann. Neben der Server-Software stehen auch Clients für Windows, Mac und Linux zur Verfügung. Für den mobilen Zugriff existiert ein Webfrontend - es werden keine Daten auf mobilen Endgeräten vorgehalten.

Das Beispiel der ownCloud zeigt, dass sich auch moderne Webtechniken in die öffentliche Verwaltung übertragen lassen, ohne immer gleich mit großen, teuren und unflexiblen Lösungen zu arbeiten. Trotz alledem finden natürlich auch seit vielen Jahren diese klassischen Dokumentenmanagement-Systeme vor dem Hintergrund des DOMEA-Konzepts (bzw. dessen Nachfolgers "elektronische Verwaltungsarbeit / DOMEA neu") in der Verwaltung Ihre Anwendung. Und genau um diese Lösungen vor dem Hintergrund der Kollaboration soll es in unserem nächsten Artikel dieser Beitragsreihe gehen.

Infotag "Verkaufssysteme für Museen" am 28.02.2013: Die Anmeldephase läuft!

Das "Museum von heute" muss sich auf viele neue Herausforderungen im täglichen Betrieb einstellen. Besonders im Fokus steht seit einigen Jahren schon die Optimierung des Besucherservices, was viele Themen mit einschließt. Neben zielgruppengerechten Angeboten und Ausstellungen stehen vor allem eine gute Website und erweiterte Maßnahmen der Online-Kommunikation im Fokus des Museumsmanagements. Doch um den Besuchern vor Ort lange Wartezeiten an Kasse und im Shop zu ersparen oder eine Vielzahl an Führungen und Workshops zu organisieren, bedarf es einer optimalen und an die Bedürfnisse des Museums angepassten Software.


Wer den Louvre in Paris besuchen möchte, muss Zeit mitbringen. Trotz verbesserter Eingangssituation kommen täglich tausende Besucher/innen über die Glaspyramide und dem Zugang über die Bahnstation in das weltbekannte Museum (Copyright/Foto: publicplan GmbH)

Zur bestmöglichen Organisation ist ein gutes "Verkaufssystem" nötig. Genau dazu veranstalten wir von publicplan am 28.02.2013 in Düsseldorf einen umfassenden Informationstag, an dem Mitarbeiter/innen aus den Museen, die mit der Thematik betraut sind, sich einen detaillierten Überblick verschaffen können. Dafür gibt es von unserer Seite aus eine theoretische und praktische Einführung in das Thema, gefolgt von fünf Vorträgen einer Auswahl der wichtigsten Anbieter auf dem deutschen Markt. Für die Beiträge konnten wir die Unternehmen COMBASE AG, Visitate GmbH & Co.KG, EITCO GmbH, eccos pro GmbH und KLC Ticketing System & Service GmbH gewinnen. Diese haben in vielen Museen in Deutschland ihre Systeme erfolgreich etabliert und auf die jeweiligen Anforderungen ausgerichtet.


Trotz guter Kassensysteme lassen sich längere Besucherschlangen bei manchen Ausstellungen nicht vermeiden, aber besser abwickeln! (Copyright/Foto: Museum Kunstpalast Düsseldorf)

Nach der Mittagspause haben alle Teilnehmer/innen die Möglichkeit, im Rahmen einer "Mini-Messe" mit den Anbietern ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und individuelle Erstberatung zu erhalten. Eine gute Chance, um die ersten wichtigen Schritte bei den Überlegungen zu einer neuen, verbesserten Museums-IT zu machen.

Der Infotag "Verkaufssysteme für Museen" findet in den Räumlichkeiten des Meliá-Hotels Düsseldorf statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Pro Museum sind maximal 2 Mitarbeiter/innen zugelassen. Alle weiteren Infos zum Programm, zu den Vorträgen und die direkte Möglichkeit der Anmeldung finden Sie unter: http://www.publicplan.de/IVKS2013.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Kurzinterviews zum Thema "Open Data", Teil 4: Bremen und Offene Daten

In der 4. Runde unserer Kurzinterviews zum Thema "Open Data" geht es nach www.daten.berlin.de, www.offeneskoeln.de und zuletzt http://data.wien.gv.at/ in Richtung Norddeutschland. In Bremen beschäftigt man sich schon seit längerer Zeit mit "Offenen Daten". Im Juni gab es eine offizielle Anfrage seitens der Politik zum Thema. Die Initiative von "Daten.Bremen" hat dazu eine Erklärung abgegeben, die online zum Download bereit steht. Wir stellten Isabella Schicktanz, eine der Ansprechpartner des Projektes,  unsere Fragen.



publicplan GmbH (PP): Sehr geehrte Frau Schicktanz. Vielen Dank erst einmal, dass Sie unseren Fragenkatalog beantworten. Unsere erste Frage: Wie genau sieht die Zielsetzung des Open Data-Projektes aus?

Isabella Schicktanz: Wir haben eine 9-Punkte Liste. Dies sind wie folgt.

1. Bestehende Informationsfreiheitsgesetze nutzen und ausbauen
2. Organisatorische Veränderungsschritte für den Kulturwandel in der Verwaltung entwickeln
3. Nutzungsfreundliche Erschließung voranstellen
4. Technische Standardisierung als Voraussetzungen für eine breite Umsetzung sicherstellen
5. Differenzierte Kostenregelungen schaffen
6. Maschinenlesbarkeit realistisch umsetzen
7. Standardisierte Regelungen für lizenzfreie Veröffentlichungen verwenden
8. Zentrale Plattformen dezentral speisen
9. Eine neue Infrastruktur planen

Im Detail steht das Ganze auch auf unserer Website in unseren Bremer Empfehlungen (http://www.daten.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen02.c.734.de) aufgelistet.

PP: Wie sehen Sie das Thema Open Data im Zusammenhang mit Open Government?

IS: In Bremen verfolgen wir den Open Data Ansatz als Grundlage für Open Government, das deutlich weiter geht (z.B. klassische Bürgerbeteiligungsverfahren). In unserem ersten Schritt haben wir die Machbarkeit von Open Government Data ermittelt und wollen ganz bewusst zunächst mit Open Data „starten“.

PP: Folgen Sie einem (Metadaten-)Standard zur Beschreibung der Datensätze?

IS: Für die Metadatensätze ziehen wir verschiedene Vorlagen und „Quasi-Standards“ heran: wir nehmen an einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe Open Government des Bundesministerium des Inneren teil, bei der alle Länder vertreten sind und an einer gemeinsamen Open Government Data Strategie und –Plattform arbeiten. Hier wird mit den Ländern und vor allem Vertretern aus dem Bereich Geo (wegen INSPIRE-Richtlinie), Statistik (wg. Statistikgesetz) und Verbraucherschutz (wg. Verbraucherschutzgesetz) zusammen an einem Metadatensatz gearbeitet. Zusätzlich nehmen wir uns die Best Practice-Beispiele aus Europa vor und übernehmen die besten Ideen. Hier sieht man aber sehr schnell, dass es einen gemeinsamen Nenner gibt und nur wenige Datenfelder variieren.

PP: Welche Software verwenden Sie für Ihr Open Data-Portal?

IS: Alle Internetauftritte der bremischen Dienststellen und auch unser Informationsregister (IFG) sowie unser Landesportal basieren auf einem CMS mit dem Namen SixCMS, für das wir im Land Bremen eine Landeslizenz erworben haben. Die Open Data Plattform – die mit allen Internetauftritten und dem IFG-Register „kommunizieren“ soll, ist deshalb mit dem gleichen System erstellt worden.



PP: Welche Perspektiven sehen Sie für Ihr Projekt in den kommenden Jahren?

IS: Durch die Bereitstellung der technischen Plattform und des Redaktionskonzeptes für die dezentrale Pflege der Daten wurden die Grundlagen geschaffen. Für eine verbindliche Verankerung von Open Government Data sind rechtliche, technische, organisatorische und finanzielle Maßnahmen erforderlich, die zu unseren Arbeitsschwerpunkten in den nächsten Jahren gehören:

    Harmonisierung der Veröffentlichungspflichten und -bedingungen für Dokumente nach BremIFG, BremGeoZG, BremStatG und VIG.
    Abstimmung IFG/Open Data mit Geodatenzugangsgesetz/INSPIRE-Richtlinie
    Erarbeitung einheitlicher Metadaten zur Beschreibung der Daten - Gemeinsam mit Bund und Ländern
    Planungs- und Berichtsvereinbarungen als Katalysator für einen Kulturwandel
    Motivationskampagne für eine Kultur der Offenheit „Gut gefunden werden“.

PP: Vielen Dank Frau Schicktanz für Ihre Antworten. Dem Bremer Projekt wünschen wir weiterhin viel Erfolg.

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Hier finden Sie das Kurzinterview zu "Open Data Wien"

Hier finden Sie das Kurzinterview zu "Open Data Berlin"

Hier finden Sie das Kurzinterview zu "Offenes Köln"