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Agile Verwaltung – Agilität im Kundenverhältnis

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Agile Verwaltung – Agilität im Kundenverhältnis

Autor
Charlotte Schneider
Datum

Agile Prozesse bieten in der Softwareentwicklung vielerlei Vorteile gegenüber klassischer Projektplanung. Gerade im Zusammenspiel zwischen Kunde und Entwicklungsteam ist Agilität eine gute Möglichkeit, um Systeme entlang des Kundenfeedbacks umzusetzen. Im zweiten Teil unserer Blogreihe "Agile Verwaltung" geht es daher um die Potenziale von Agilität im Kundenverhältnis.

Mit dem Beginn eines neuen IT-Projektes haben Verantwortliche zumeist zwar eine genaue Vorstellung davon, welchen Zweck eine Software erfüllen soll. Dabei stehen sie jedoch häufig vor der Herausforderung, bis ins kleinste Detail zu definieren, welche Arbeitsschritte notwendig sind, um ein zweckdienliches System zu realisieren. Bei klassischen Softwareprojekten nach der Wasserfallmethode müssen sie jedoch genau diese Leistung erbringen: Bevor es an den eigentlichen Entwicklungsprozess geht, werden alle notwendigen Anforderungen festgehalten. Planungsfehler oder Änderungen werden bei diesem Vorgehen jedoch erst in späten Projektphasen sichtbar, sodass Funktionalitäten erst nachträglich mit viel Zeit- und Kostenaufwand in ein bestehendes System intergiert werden müssen. Im schlechtesten Fall nimmt ein Kunde ein System ab, das er auf Grundlage seiner Beauftragung zwar gefordert, aber aufgrund technischer Unwissenheit nie gewünscht hat.

Zeit und Nerven sparen

Im Gegensatz zur oben beschriebenen Wasserfallmethode steht ein agiler Ansatz. Hierbei entstehen Projekte nicht entlang eines zu Beginn bestimmten langfristigen Plans. Vielmehr ist das Ziel der ersten Projektschritte, dem Kunden ein System mit den wichtigsten Basisfunktionen zu liefern. Dafür muss er nur wenige Anforderungen vorgeben. In dann folgenden kurzen Bearbeitungszyklen – sogenannten Sprints – wird dieses sogenannte „Minimum Viable Product“ (MVP) erweitert. Einen Vorteil dieses inkrementellen Vorgehens bekommt der Auftraggeber dabei schon sehr früh zu spüren: Die Softwareprogrammierung beginnt zeitnah, ohne dass man sich lange mit der Erarbeitung aller notwendigen technischen Details abmühen und aufhalten muss.

Minimalismus auf Funktionsebene

Wie können jedoch bei teils großen Softwareprojekten mit einer hochkomplexen Struktur schon nach kurzer Zeit Ergebnisse erzielt werden? Die Antwort liegt in einem der Grundsätze der agilen Methode: dem erwähnten Minimal Viable Product. Hierbei handelt es sich um ein System, das zu Beginn ausschließlich die wichtigsten Basisfunktionen aufweist. Beispielsweise könnte schon ein einfacher Webshop in einem ersten Sprint realisiert werden, welcher lediglich die Präsentation von Produkten und die Kaufabwicklung abbildet. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden kann das zuständige Entwicklungsteam die Software daraufhin nach und nach erweitern. In unserem Beispiel könnte der Webshop dann um Produktkategorien oder eine mobile App und Kampagnenfähigkeiten, wie die Gutscheinannahme, erweitert werden. Von dieser Vorgehensweise profitieren sowohl zuständige Entwicklerteams als auch Auftraggeber: Die auf ihre Grundeigenschaften reduzierte Version eines Softwareprodukts bietet Kunden die perfekte Gelegenheit, Feedback zu geben und weitere Wünsche zu äußern. Darüber hinaus wird schon in frühen Projektphasen klar, ob die Richtung, die ein Entwicklungsteam eingeschlagen hat, den Vorstellungen des Kunden entspricht. Auf diese Weise wächst ein System innerhalb vieler Bearbeitungszyklen Stück für Stück zum optimalen Ergebnis heran – von wenigen Grundanforderungen über das Design bis hin zur Integration von Zusatzfunktionen.

Grundlage für eine agile Vorgehensweise ist die zielführende Kommunikation mit Kunden, die eine effektive Planung ermöglicht. Wie Agilität innerhalb der Entwicklungsteams organisiert ist, erfahren Sie im nächsten Artikel in unserer Reihe „Agile Verwaltung“.