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CeBIT 2015 - Unser Erfahrungsbericht vom Public Sector Parc in Halle 7

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CeBIT 2015 - Unser Erfahrungsbericht vom Public Sector Parc in Halle 7

Autor
Lara Knebel
Datum

Die CeBIT geht in das zweite Jahr als Fachbesucher-Messe und alle waren gespannt, ob sich der durchaus positive Eindruck des letzten Jahres fortführt. So fuhren auch wir voller Erwartungen nach Hannover.

Unser erster Eindruck: Nicht so voll wie letztes Jahr! Keine Besuchermassen, alle Hallen angenehm gefüllt aber noch genug Raum zum atmen. Im Public Sector Parc (Halle 7) selbst war die Situation überschaubar; zieht man mal die dominierenden Stände von Fujitsu und der Bundesdruckerei ab.

Groß und trotzdem abwechslungsreich war der Stand des IT-Planungsrates, an dem jedes Bundesland exemplarisch die jeweiligen Projekte des Planungsrates vorgestellt hat. Auch vertreten war das Land Nordrhein-Westfalen mit dem von uns begleiteten Projekt "Online Sicherheitsprüfung" (OSiP).

Auf den Ständen der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fanden sich unserer Meinung nach viele Projekte und Firmen, die auch in den letzten Jahren dabei waren. DATABUND e.V. hatte wie immer die "üblichen Verdächtigen" Firmen auf dem Stand.

In unseren Gesprächen haben wir trotzdem ein paar Trends ausgemacht, die uns im letzten Jahr so noch nicht untergekommen sind:

  • Weg von der App: Sicherlich gibt es noch ausgewählte Anwendungsbereiche, in denen native Apps eine Rolle spielen, aber alle unsere Gesprächspartner sehen mittlerweile die deutlichen Vorteile responsiver Internetseiten bzw. Webapps (z.B. in HTML5 umgesetzt).
  • Hin zur vollständigen Abbildung von Verwaltungsprozessen: Beginnend mit der Antragstellung im Internet, wie sie z.B. Materna am Beispiel des Führungszeugnisses zeigt, über die Abwicklung der internen Abarbeitung bis hin zur Bezahlung und Erledigung des Vorgangs. Dieser Trend ist nicht zuletzt dem in 2014 in Kraft getretenen E-Governmentgesetz geschuldet.
  • Vielleicht doch noch eine Chance für den neuen Personalausweis (auch "nPA" genannt): Es scheint, als wenn durch die in 2014 neu herausgegebene Ausweisapp von Governikus sich nun doch die ersten Anwendungen auf den Weg "zum Bürger" machen. Beispielsweise kann man beim Bundesamt für Justiz mittels des nPA sein Führungszeugnis sowie die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister online beantragen oder beim Landkreis Lüneburg sein Kraftfahrzeug digital an-, um- oder abmelden.

Außerhalb des Public Sector Parcs ist der Trend hin zu hardware-nahen Themen deutlich spürbar: Überall kleine Roboter, Industrie 4.0 und smarte Devices für das Internet der Dinge. Auf dem Startup-Wettbewerb CODE_n wird sich sogar nur diesem Thema gewidmet. In unserem Youtube-Video sehen Sie die dortigen Roboter in Action - ein Kunstprojekt namens "Robochop" mitten auf der CeBIT:

Ansonsten ist deutlicher spürbar, dass weniger Softwarethemen präsentiert werden: Open Source kommt allenfalls am Rande vor, wenngleich fast alle gezeigten Lösungen darauf basieren. Wirklich neue Softwareanwendungen sucht man vergebens.

Unser Fazit: Die diesjährige CeBIT scheint uns ruhiger als im Vorjahr. Die großen Namen der IT-Branche fehlen weiterhin, nicht zuletzt weil die parallel laufenden Messen/Events SXSW (Texas) und der MWC in Barcelona die Freaks des mobilen und sozialen Internets mehr anziehen als die CeBIT. Die Industrienähe hat aber auch Vorteile, denn besonders für das E-Government ergibt sich dadurch eine praktische Dimension und bringt das Thema damit endlich zum Bürger und zu den Unternehmen. Im kommenden Jahr würden wir uns dennoch erhoffen, wieder mehr neue Impulse von der CeBIT mitnehmen zu können.

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