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deGov - erstes Open Source-basiertes E-Government-Framework

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Mitteilung vom 21.11.2016
Datum

Im Rahmen des Anwendertags „Drupal in der öffentlichen Verwaltung“ am 17. November in Düsseldorf wurde mit deGov das erste Open Source-basierte E-Government-Framework zur Umsetzung von Portalen und Internet-Auftritten für deutsche öffentliche Verwaltungen auf Basis von Drupal vorgestellt.

deGov - das erste Open Source-basierte E-Government-Framework

deGov - erstes Open Source-basiertes E-Government-Framework für Portale und Internet-Auftritte der Öffentlichen Hand in Deutschland vorgestellt Im Rahmen des Anwendertags „Drupal in der öffentlichen Verwaltung“ am 17. November in Düsseldorf wurde mit deGov das erste Open Source-basierte EGovernment-Framework zur Umsetzung von Portalen und Internet-Auftritten für deutsche öffentliche Verwaltungen auf Basis von Drupal vorgestellt.

Unter Federführung der publicplan GmbH und in enger Zusammenarbeit mit vielen weiteren Partnern, wie der 1xINTERNET GmbH oder Reinblau e.G., entstand die Distribution eines Content Management Systems (CMS), die sich auf die Bedürfnisse öffentlicher Verwaltungen in Deutschland fokussiert und kostenfrei eingesetzt werden kann. deGov basiert auf Drupal 8, der neuesten Version eines der weltweit populärsten Web Content Management Frameworks. Gerade im öffentlichen Umfeld und als Basis für Open Data-Angebote ist Drupal in vielen Ländern dabei, sich zu einem de-facto Standard zu entwickeln. Beginnend mit Australien und den USA, aber auch in vielen Ländern Europas, ist Drupal sehr populär. Neben dem besonders prominenten Beispiel www.whitehouse.gov setzen auch immer mehr deutsche Verwaltungen auf Drupal. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen mit www.land.nrw oder Hessen, sondern auch Bundesbehörden, wie z.B. das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, setzen bereits auf die Lösung. „Den Versionswechsel von Drupal 7 auf 8 haben wir genutzt, um dem Vorbild vieler Länder wie z.B. Australien zu folgen und eine spezielle Open Source-basierte Distribution gemeinsam mit Partnern bereitzustellen“, erklärt Dr. Christian Knebel, Geschäftsführer der publicplan GmbH.

Anwendungsmöglichkeiten mit deGov

Auf Grundlage der jahrelangen Expertise im Bereich von Web- und Open Source-basierten Softwarelösungen für die öffentliche Hand, hat publicplan gemeinsam mit Partnern seine Erfahrungen gebündelt und eine auf die spezifischen Bedürfnisse abgestimmte Distribution entwickelt. deGov ist dabei im ersten Schritt für folgende Szenarien einsetzbar:

  • Internetauftritte für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Universitäten, 
  • E-Government-Portale mit Serviceorientierung, 
  • Beteiligungsportale zur Politikkommunikation, 
  • Offenes Anliegenmanagement und Crowdmapping, 
  • Open-Data-Portale zur Katalogisierung,
  • Veröffentlichung und Visualisierung von offenen Daten Intranet/Extranet für Behörden.

„Mit deGov haben wir uns als Entwicklergemeinschaft ein Basiswerkzeug für unsere eigenen Kundenprojekte geschaffen und dieses dann als Open Source-Lösung veröffentlicht. Dabei ist die Bereitstellung dieses Werkzeugs an die ‚Community‘ von Verwaltungen, Nutzern und anderen Unternehmen sowie Agenturen eine Einladung zum Mitmachen, die sehr erfolgreichen Vorbildern in vielen anderen Ländern folgt und dabei u.U. auch einen Trend vorweg nimmt“, erklärt Dr. Knebel weiter: „Neben den Kieler Beschlüssen in Deutschland ist es auch in vielen anderen Ländern wie den USA bereits erwünscht, mit Steuergeldern entwickelte Software kostenfrei zu veröffentlichen. In Belgien und Bulgarien wird das demnächst sogar gesetzlich verpflichtend“.

Vorteile für Verwaltungen

Das Konzept von deGov hat zahlreiche Vorteile, insbesondere für die Verwaltungen:

  • Einsparungen: Einmal entwickelt, steht die Software allen Nutzern kostenfrei zur Verfügung. In Zeiten knapper Haushalte sind die geringeren Kosten das größte Argument für den Einsatz von Open Source in der Verwaltung.
  • Höhere Sicherheit und bessere Qualität: Offener Quellcode kann jederzeit geprüft und verbessert werden. Dadurch finden sich weniger Sicherheitslücken und Fehler in Open Source-Software.
  • Unabhängigkeit: Für die Anpassung sowie die Pflege und Wartung von Open Source-Software kann man sich zahlreicher Dienstleister bedienen und ist damit unabhängig von einzelnen, großen Softwarekonzernen. Allein die Drupal-Community zählt über 1 Million Mitglieder und ist damit eine der populärsten weltweit.
  • Umfassende Möglichkeiten: Allein für Drupal existieren bereits über 25.000 Zusatzmodule, die ebenfalls kostenfrei zur Verfügung stehen und abhängig von den individuellen Anforderungen in deGov eingebunden werden können.
  • An Weiterentwicklungen partizipieren ohne „Softwarepflege“ oder Verpflichtungen: Alle grundsätzlichen Weiterentwicklungen im Rahmen einzelner Projekte sollen in die deGovBasis zurückgespielt werden. So profitieren alle Projekte auf Basis von deGov von der laufenden Weiterentwicklung der technischen Basis.

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Mona Mülder Senior
Projektmanagerin

Lara Knebel
Marketing und PR