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Warum wir digitale Verwaltung einfacher gestalten sollten

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Warum wir digitale Verwaltung einfacher gestalten sollten

Autor
Chiara Stuttfeld
Datum

In unserem letzten Blogbeitrag zum Sieg des Wirtschafts-Service-Portal.NRW (WSP.NRW) beim diesjährigen eGovernment-Wettbewerb haben wir bereits die Relevanz von „Einfachheit“ bei online Verwaltungsleistungen angeschnitten. Hierzu hat Bundes-CIO Markus Richter 10 Gründe formuliert. Wir blicken nun auf weitere Bereiche einer „einfacheren“ Verwaltungsdigitalisierung am Beispiel WSP.NRW.

 

einfache Verwaltung

 

Gerade nach den Ergebnissen des E-Government-Monitors 2021 muss die Verwaltung an ihren digitalen Lösungen arbeiten. Denn die Nutzung der digitalen Verwaltungsleistungen stagniert, während Bürger:innen immer unzufriedener mit ihnen werden. „Einfachheit“ ist in vielen Bereichen ein hilfreicher Motor für die Verwaltungsdigitalisierung.

Offen sein und Geld sparen

Um Bürger:innen zu begeistern, sollten digitale Angebote so schnell wie möglich und vor allem für jeden zugänglich zur Verfügung gestellt werden. Um das zu erreichen, kann Einfachheit schon bei der Programmierung helfen. Denn komplexe Strukturen bedeuten oft langwierige Prozesse und sind dazu noch teuer.

Einfach strukturierte Systeme, die auf offene Standards und offene Schnittstellen aufbauen, führen hier in genauso guter Qualität und dafür noch schneller ans Ziel.

Das WSP.NRW arbeitet mit einer Micro-Service-Architektur. Das bedeutet, dass jede Komponente der Lösung unabhängig entwickelt und implementiert werden kann. Die Komponenten können somit auch unabhängig voneinander funktionieren und besser gewartet werden.

Mit offenen und frei dokumentierten Schnittstellen, auf Basis der genutzten Formularmanagement-Lösung, garantiert das WSP.NRW technische Flexibilität, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit.

Zusätzlich senken das standardisierte Baukastensystem und das Vorgehensmodell der „Digitalisierungsstraßen“ den Aufwand der Digitalisierung, wenn die Lösung nachgenutzt wird.

Software nachnutzen und nachhaltig handeln

Nachnutzung setzt da an, wo sich die Nachteile von Insellösungen zeigen. Oft wird dieselbe Lösung an unterschiedlichen Stellen erneut von null an entwickelt. Das kostet Ressourcen und Zeit, die ganz einfach eingespart werden können. Hier kommt auch das „Einer für Alle“ (EfA)-Prinzip ins Spiel. Jede Lösung soll so entwickelt werden, dass sie problemlos von anderen Behörden weiterverwendet werden kann.

Die zuvor erwähnte Micro-Service-Architektur und die Mandaten-Fähigkeit der Software des WSP.NRW verwirklicht ganz einfach die technischen EfA-Mindestanforderungen an die Mitnutzung. Die konsequente Anforderungserhebung im Rahmen der Digitalisierungsstraßen gewährleistet zudem die Einhaltung aller landesspezifischen Vorgaben und Bedürfnisse, damit einem bundesweiten Roll-Out der Services nichts im Wege steht.

Das WSP.NRW zeigt auf, wie die Weichen für die Mitnutzung einer Lösung gestellt werden, indem die Länder auf technischer Ebene kollaborieren und individuelle Bedarfe harmonisiert werden.

Lösungen schneller nutzbar machen

Nutzer:innen wollen möglichst schnell auf digitale Dienste zugreifen. Um diesem Bedürfnis nachzukommen, ist weniger manchmal mehr. In der Softwareentwicklung gibt es in diesem Kontext das Prinzip des Minimum Viable Product (MVP), was wörtlich ein „minimal brauchbares oder existenzfähiges Produkt“ bedeutet. Das heißt: Wenn eine Lösung ein funktionsfähiges Niveau erreicht hat, kann sie bereits online in Betrieb genommen werden. An der laufenden Lösung können dann immer noch Verbesserungen oder Erweiterungen mit direktem Nutzerfeedback vorgenommen werden.

Im Rahmen des WSP.NRW ist der Mehrwert eines MVP gut an der Formularentwicklung zu erkennen. Alle Online-Dienste im Rahmen der Digitalisierungsstraßen verfolgen den Einsatz eines MVP. Durch die stetige Anforderungserhebung wird der Formularbaukasten laufend weiterentwickelt. Dadurch steigert sich auch die Qualität des MVP immer weiter. Das direkte Nutzerfeedback hilft dabei, die Lösung an die dringenden Bedürfnisse der Anwender:innen anzupassen. So entstehen z.B. maßgeschneiderte Formularkomponenten, wie Freitexteingaben, spezifische Suchen oder Aufwandsschätzungen.

Im laufenden Betrieb arbeiten Expert:innen für Germanistik zudem fortlaufend an der verständlicheren Sprache in den Formularen.

Die Arbeit mit dem MVP-Einsatz liefert Vorteile für alle Bedarfsträger. Das WSP.NRW ist einwandfrei bedienbar und glänzt durch stetige Weiterentwicklung, während mitnutzende Länder immer mit dem aktuellsten, nachweisbar nutzerzentrierten Ausgangspunkt starten können.

 

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