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Interviews zum Thema "Open Data", Teil 1: Berlin und Offene Daten

Autor
Dr. Christian Knebel
Datum

Nachdem wir auf dem publicplan-Blog in den vergangenen Monaten mehrere Kurzinterviewreihen mit Vertretern der Öffentlichen Hand zu den Themen "Social Media" und "Apps" durchgeführt haben, startet nun eine neue Reihe mit dem Schwerpunkt "Open Data". Unser erster Interviewpartner ist der Berliner Staatssekretär für Wirtschaft und Forschung, Herr Nicolas Zimmer, zum Thema Open Data in Berlin.

Open Data Berlin

 

publicplan GmbH (PP): Sehr geehrter Herr Zimmer, "Open Data" hat als IT-Thema in den vergangenen Monaten sehr stark an Bedeutung gewonnen. Vor allem in Deutschland. Welche Open Data-Strategie verfolgen Sie mit Ihrem Projekt in Berlin?

Nicolas Zimmer (NZ): Uns geht es, wie auch im europäischen Rahmen, um die Maximierung des gesellschaftlichen Nutzens aus der Bereitstellung von Datenbeständen der öffentlichen Hand. Dies betrifft sowohl den Beitrag zur Stärkung unseres demokratischen Gemeinwesens durch Offenheit und Transparenz von Staatshandeln, als auch die Eröffnung wirtschaftlicher Potenziale durch die Weiterverwendung und Anreicherung unserer Datenbestände. Nicht zuletzt erhoffen wir uns einen Effizienzgewinn im Verwaltungshandeln.

PP: Wie sehen Sie denn das Thema Open Data im Zusammenhang mit Open Government?

NZ: Für uns stellt Open Data einen Einstieg und ersten Baustein in Open Government dar. Offenes Regierungshandeln setzt Transparenz von Informationen voraus. Dazu leistet die Öffnung der Datenbestände einen erheblichen Beitrag.PP: Folgen Sie einem (Metadaten-)Standard zur Beschreibung der Datensätze?

NZ: Ja, unser Datenregister basiert auf einem Metadatenkatalog. Dieser baut auf dem Dublin-Core auf und ist z.B. mit der Stadt Wien abgeglichen. Damit schaffen wir die Möglichkeit der Daten-Verknüpfung über unsere Stadtgrenze hinaus.PP: Welche Software verwenden Sie für Ihr Open Data-Portal?NZ: Das Content Management System für das System ist Drupal. Für das Datenregister wird CKAN eingesetzt.

PP: Blicken wir ein wenig in die Zukunft. Welche Perspektiven sehen Sie für Ihr Projekt in den kommenden Jahren?

NZ: Mittel- bis langfristig möchten wir mit dem Projekt einen Mentalitätswechsel im Umgang mit Daten im öffentlichen Sektor erreichen und den Transparenzgedanken verankern. Um dies zu erreichen, sind vielfältige Aktivitäten notwendig. Wir haben zum Beispiel in den Haushaltsverhandlungen einen eigenen Titel einrichten können, so dass das Projekt auch sichtbar im Haushalt des Landes Berlin verankert ist und Rückhalt hat.

Aktuell haben wir jetzt drei Aufgaben in Arbeit. Zum einen die ressortübergreifende Abstimmung von Datenformaten und Metadaten, zum anderen die ressortübergreifende Abstimmung von Lizenzbedingungen. Darüber hinaus erarbeiten wir zur Zeit Weiterbildungsinhalte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Ergebnis können wir schrittweise ein harmonisiertes Datenangebot erweitern und zur Nachnutzung bereitstellen. Damit legen wir uns eine Basis für eine qualifizierte Partizipation. Über eine lebhafte und anschauliche Nutzung der Daten mit Mehrwert für die Menschen wird sich der Mentalitätswechsel durchsetzen.PP: Herr Zimmer, vielen Dank für die Antworten zu unseren Fragen.

--Hier gelangen Sie zu den Kurzinterviews zum Thema "Städte und Apps"Hier gelangen Sie zu den Kurzinterviews zum Thema "Städte und Social Media"