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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 1: Die Stadt Moers und ihr Angebot im Social Web

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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 1: Die Stadt Moers und ihr Angebot im Social Web

Autor
Dr. Christian Knebel
Datum

Um das Thema "Städte2.0" bei uns im Blog weiter zu fokussieren, wollen wir in Zukunft mit bereits sehr aktiven Städten im Social Web sprechen und ihnen zu den jeweiligen Präsenzen 5 Fragen stellen. Im ersten Schritt haben wir ein Kurzinterview mit dem Verantwortlichen2.0 der Stadt Moers, Thorsten Schröder,  geführt, der sich bereits per Kommentar in unserem Blogbeitrag zur Bestandsaufnahme der Social Web-Aktivitäten der 25 größten Städte Deutschlands äußerte. In Zukunft wollen gleiche bis ähnliche Fragen an weitere Vertreter/innen der Kommunen und Städte richten, die sich bereits mit dem Thema Social Media auseinandergesetzt und umgesetzt haben.

publicplan: Herr Schröder, wo und seit wann ist die Stadt Moers im Web2.0 vertreten? Wo ist sie im Social Web aktiv und welchen weiteren sonstigen digitalen Services (App, digitales Rathaus, Newsroom,...) gibt es für interessierte Bürger/innen und für Externe

Thosten Schröder: Die ersten "Gehversuche" haben wir im Sommer 2008 mit einem Weblog gemacht. Mittlerweile sind wir besonders bei Facebook und Twitter aktiv. Vor rund zwei Jahren haben wir dort angefangen. Außerdem findet man die Stadt Moers bei YouTube und Flickr. Wir nutzen auch Dienste wie Qik, netvibes oder Mister Wong. Erste Versuche unternehmen wir aktuell bei Google+. Zudem haben wir seit Ende 2010 die App "Moers Direkt", zunächst fürs iPhone. Nach dem Relaunch unserer Webseite im Juli gibt es hier einen Newsroom, wo wir alle städtischen Online-Aktivitäten auf einen Blick bündeln. Für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen haben wir noch interessante Services wie die Virtuelle Poststelle oder das Virtuelle Unternehmensportal.

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App der Stadt Moers für das iPhone

PP: Worin bestand denn der Ansatz beim Schritt in Richtung Facebook, Twitter und Co.? Welche Ideen stecken dahinter?

TS: Drei Hauptaspekte sind entscheidend: Transparenz, Kommunikationen und Information. Wie fast überall, werden vor allem jüngere Menschen über die klassischen Medien nicht mehr erreicht. Der Weg über die Tageszeitung reicht also nicht mehr, um eine große Masse der Bürger zu informieren. Das Web 2.0 füllt diese Lücke. Außerdem bekommt man durch Kommentarfunktionen ein besseres Gespür für die Probleme der Menschen.

PP: Wie ist bislang die Resonanz auf den Plattformen? Welches waren die ersten Erfolge, die verzeichnet wurden?

TS: Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden. Wir haben bei der Suche nach Followern oder Freunden nicht auf Masse gesetzt, sondern auf "Klasse". Anders gesagt: Wir sammeln nicht jeden ein - etwa durch Anzeigen -, sondern versuchen, Bürger oder Moers-Interessierte auf unsere Seiten zu bekommen. Die ersten sichtbaren Erfolge waren schnell da - sei es bei einem großen Unwetter, bei Gewinnspielen oder wichtigen politischen Entscheidungen.

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Website der Stadt Moers mit direkten Hinweis auf Social Web-Präsenzen

PP: Wie stark können die Bürger/innen mit den Angeboten beteiligt werden? Sind dafür spezielle Themen seitens der Stadt definiert?

TS: Wir sind bisher völlig offen und versuchen, auf alle Themen zu reagieren. Überall sind Kommentare oder eigene Postings möglich. Im Web 2.0 diskutieren wir auch Themen, die nicht in einer Pressemeldung verarbeitet werden - halt alles, was die Bürger bzw. User interessiert.

PP: Soll das Angebot der Stadt Moers in Zukunft erweitert werden? In welche Richtung soll es gehen? Und was würden Sie anderen Städten und Kommunen raten, die sich gerne dem Thema Web2.0/Social Web nähern wollen?

TS: Derzeit testen wir - wie gesagt - Google+. Wir beobachten die Entwicklungen, haben aber derzeit ein recht gutes Angebot. Noch nicht im Web 2.0 aktiven Kommunen rate ich: Macht nicht mit, weil man "dabei sein will"! Erst kommt die Strategie und dann die Frage der Umsetzung, denn eine gute Facebook-Seite läuft nicht von alleine und muss intensiv betreut werden. Und wer eine reine "Link-Sammlung" auf Twitter oder Facebook plant, sollte es lassen. Hier sind immer auch eigene Geschichten gefragt.

PP: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen Herr Schröder.

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Website der Stadt Moers: http://www.moers.de

Facebook-Präsenz der Stadt Moers: http://www.facebook.de/stadtmoers

Twitter-Account der Stadt Moers: http://twitter.com/moers_de