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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 6: Die Stadt Willich und ihr Angebot im Social Web

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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 6: Die Stadt Willich und ihr Angebot im Social Web

Autor
Dr. Christian Knebel
Datum

In unserer Serie an Kurzinterviews mit Städten geht es heute mit der Stadt Willich weiter. Pressesprecher Michael Pluschke war so freundlich, unsere 5 Fragen zum Social Web-Auftritt der Stadt Willich zu beantworten und eine Idee davon zu vermitteln, was damit erreicht werden soll.

publicplan GmbH: Herr Pluschke, seit wann und auf welchen Plattformen ist die Stadt Willich im Web2.0 aktiv vertreten? Und gibt es weitere digitale Services für die Bürger/Innen und Stadtbesucher?

Michael Pluschke: Seit Herbst 2010, aktuell auf den Plattformen Website (stadt-willich.de), facebook, twitter, flickr, youtube, netvibes.

PP: Da ist für eine Kleinstadt aber ganz schön umfangreich. Welche Ansätze gibt es bei der Arbeit mit den neuen Kommunikationskanälen? Welche Ideen stecken dahinter?

MP: Grundidee war eine Verbreiterung unserer Kommunikationsmöglichkeiten: Diese „neuen“ Kanäle sollten genutzt werden, die eigenen Nachrichten zielgruppengerecht zu präsentieren - vor allem vor dem Hintergrund, dass man ausschließlich mit herkömmlicher „Pressearbeit“ längst nicht mehr alle Zielgruppen erreichen kann. Uns war und ist klar, dass hier aus der one-way-Kommunikation eine bidirektionale werden muss – und vor allem, dass die Einbindung der gesamte Verwaltung in diesen kommunikativen Prozess mittelfristig gelingen muss – sonst ist eine derartige Kommunikationsstrategie zum Scheitern verurteilt.

PP: Wie ist denn bislang die Resonanz auf der Plattformen? Welches waren die ersten Erfolge, die verzeichnet wurden?

MP: Anfangs waren wir angenehm überrascht – aber nun merken wir schon, dass wir grade in Sachen Content mehr auf die Interessen der Bürger eingehen müssen. Beispiel: Der Hinweis auf die Verlegung eines Planungsausschusses, an dessen Sitzung im Schnitt ohnehin nur zwei Bürger als Zuschauer teilnehmen, löst nur bedingte Begeisterung bei den Usern aus. Der Bürger/User braucht Informationen, die ihm Nutzen bringen, mit seinem Leben konkret zu tun haben – und diese schlummern an vielen Arbeitsplätzen, in die wir als Team nur bedingt Einblick haben...

PP: Wie stark können die Willicher mit den Angeboten beteiligt werden? Sind dafür spezielle Themen seitens der Stadt definiert.

MP: Unsere Bürger können sich natürlich via Facebook und Twitter beteiligen und einbringen – und tun dies bei entsprechenden Themen auch heftig. Spezielle Themen würden wir gerne „lostreten“ und damit die Meinung der Bürger mehr abfragen/einbringen – das freilich würde eine breitere personelle und zeitliche Basis fürs Team erfordern, die sicher derzeit beileibe nicht abzeichnet. Die Verwaltung „tickt“ derzeit einfach noch nicht web2.0-mäßig – wir arbeiten allerdings hart daran, das zu ändern. Weniger die technischen Voraussetzungen, vielmehr die Bereitschaft, neue Wege mitzugehen, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und sich dann letztlich einzubringen (und die dazugehörigen Änderungen der Orga- Und Verwaltungsstrukturen) sind hier die entscheidenden Faktoren. Was für die Beschäftigten gilt – aber zuerst vor allem für die Führungsebene.

PP: Sie erwahnen damit wichtige Punkte im kommunalen Umgang mit Social Media. Soll denn das Angebot im digitalen Raum erweitert werden? bzw. in welche Richtung soll es zukünftig gehen und auf was können sich Fans und Follower freuen?

MP: Wie bereits gesagt, derzeit kommen Erweiterungen „im digitalen“ Raum mangels personeller Kapazitäten und fehlender organisatorischer Rahmenbedingungen wie Richtlinien, klarer Regelungen auch der Zuständig- und Verantwortlichkeiten kaum in Frage.

PP: Vielen Dank Herr Pluschke für die Beantwortung unserer Fragen und weiterhin viel Erfolg im und mit dem Social Web.