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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 7: Die Stadt Bamberg und ihr Angebot im Social Web

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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 7: Die Stadt Bamberg und ihr Angebot im Social Web

Autor
Dr. Christian Knebel
Datum

Zu Beginn der Adventszeit haben wir noch 2 Städteinterviews zum Thema Social Media-Nutzung in den Kommunen. Heute gibt es 5 Fragen an die zuständige Person der Stadt Bamberg, Ulrike Siebenhaar.

publicplan GmbH: Liebe Frau Siebenhaar, seit wann und auf welchen Plattformen ist Bamberg im Web2.0 aktiv vertreten? Und gibt es weitere digitale Services für die Einwohner/innen und externe Interessierte?

Ulrike Siebenhaar: Nach einigen vorsichtigen Schritten hat die Stadt Bamberg 2010 bewusst ihre Kommunikationsarbeit auf das Web 2.0 erweitert. Dabei ist die Präsenz in den „Sozialen Netzwerken“ eine Zusätzliche. Die klassischen Kommunikationswege wurden beibehalten. Wenngleich die Tendenz zu bemerken ist, dass die Ernstinformation der Bürger immer stärker über das Internet verläuft und weniger über Zeitung, Flyer oder Broschüren. Die Stadt Bamberg hat eine offizielle Facebookseite, einen Twitteraccount, einen Youtube-Kanal und eine Flickr-Seite um nur einige Angebote zu nennen. Die einzelnen Angebote werden mit unterschiedlicher Intensität genutzt. Vor allem Facebook hat sich derzeit als das interessanteste Medium entwickelt.

Bamberg Interviewreihe publicplan 2011

 

PP: Welche Ansätze gibt es denn bei der Stadt Bamberg bei der Arbeit mit den neuen Kommunikationskanälen - gerade bei Facebook? Welche Ideen stecken dahinter?

US: Das Web 2.0 ist ein „Mitmachweb“. Anders als bei den klassischen Kommunikationsformen – wozu ich das Vorhalten einer umfangreichen Internetseite zähle – war die bisherige Kommunikation keine direkte. Man vermittelte Informationen ohne zu wissen wer sie wie nutzt. Die Sozialen Netzwerke sind jedoch Dialogplattformen. Und so können auch Kommunen in den Dialog mit den Bürgern kommen. Vor allem über die Facebookseite läuft ein teils intensiver Dialog mit Bürgern zu aktuellen Themen.

PP: Wie ist bislang die Resonanz auf die Plattformen? Welches waren die ersten Erfolge, die verzeichnet wurden?

US: Die Resonanz ist sehr groß und wir stellen immer wieder fest, wie sehr sich die Bürger freuen auf diese Art und Weise direkt und unkompliziert einen direkten Draht zur Stadtverwaltung zu bekommen. Erfolge gab es schon einige. Vor allem bei der Vermittlung von wichtigen Informationen die möglichst schnell an die Frau oder den Mann gebracht werden mussten, schlägt das Web 2.0 jede andere Kommunikationsform. Wobei sich über die Plattformen auch ein Multiplikatoreneffekt ergibt, der sich wiederrum in der „nicht virtuellen“ Welt auswirken kann.

PP: Wie stark können die Bürger/innen der Stadt Bamberg mit den Angeboten beteiligt werden? Sind dafür spezielle Themen seitens der Stadt definiert?

Bamberg Interviewreihe publicplan 2011

 

US: Wir haben keine speziellen Themen definiert. Die Bürger/innen können alles ansprechen und alles einbringen. Informationen, Vorschläge oder Kritik werden an die passende Stelle in der Stadtverwaltung weitergeleitet. Sollte die Antwort allgemein relevant sein, wird sie natürlich wieder auf der Facebokseite veröffentlicht. Ansonsten gelten die bestehenden Datenschutzrichtlinien.

PP: Soll in Zukunft das Angebot im digitalen Raum erweitert werden? In welche Richtung soll es zukünftig gehen und auf was können sich Fans und Follower freuen?

US: Im Juni hat die Bamberger Firma Softceed für die Stadt Bamberg eine Plattform entwickelt die sich e-Bürgerdialog nennt. Unter www.buergerdialog.bamberg.de können direkt Anregungen und Kritik eingetragen werden. Ohne jede Bewerbung hat sich das Angebot sofort ausgezeichnet entwickelt und wird rege genutzt. Diese Dialogplattform soll ganz bewusst noch ausgebaut werden.

PP: Liebe Frau Siebenhaar, vielen Dank für die tollen Einblicke in die Social Web-Arbeit der Stadt Bamberg und weiterhin viel Erfolg.