Münsterland Portal Interviewreihe publicplan 2011

Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 8 (Special): Das Münsterland-Portal und ihr Angebot im Social Web

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Kurzinterviews zum Thema "Städte2.0" - Teil 8 (Special): Das Münsterland-Portal und ihr Angebot im Social Web

Autor
Dr. Christian Knebel
Datum

Zum Abschluss des Jahres 2011 in unserer Kurzinterviewreihe zum Thema "Städte und Social Media-Nutzung" haben wir mit dem Vertreter eines regionalen Portals gesprochen. Ingmar Bojes von www.muensterland.de, dem Portal für News rund um die Region zwischen Rheine, Münster, Ibbenbüren und Co., stellte sich unseren 5 Fragen und beschrieb, was es mit den Social Web-Aktivitäten von muensterland.de auf sich hat.

publicplan GmbH (PP): Lieber Herr Bojes, seit wann und in welcher Form gibt es das Münsterland-Portal in der Social Media-Welt? Welche Kanäle werden genau genutzt?

Ingmar Bojes (IB): Ende des Jahres 2009 stand für uns endgültig fest: Facebook, Twitter & Co. sind als Kommunikationskanal so spannend und interessant geworden, dass wir darauf nicht länger verzichten wollten. Nach einer recht kurzen Vorbereitungs-Phase sind wir mit unserer Facebookseite sowie unserem Twitter-Account gestartet und haben schnell festgestellt, dass noch viel mehr Potenzial in Social Media steckt, als wir ohnehin angenommen hatten. Das und die wachsende Bedeutung von Videos führte dazu, dass wir unsere Palette Anfang des Jahres 2011 um einen eigenen Internet-TV-Kanal erweitert haben, der sowohl über Youtube als auch über eine eigens eingerichtete Web-Seite erreichbar ist. Hier arbeiten wir, auch das war uns wichtig, mit erfahrenen Profis auf dem Gebiet der TV- und Video-Produktion zusammen. Noch im Aufbau befindet sich derzeit unser Angebot unter Google+.

Münsterland Portal Interviewreihe publicplan 2011

 

PP: Welch Idee steckt denn hinter "muensterland.de2.0"? Welche Ansätze gibt es in Sachen Kommunikation bei Facebook, Twitter und Co.?

IB: Wir haben seit dem Start des Münsterland-Portals im Jahr 2004 immer versucht, mit unseren Usern in Kontakt zu treten und davon stets profitiert. Mit www.muensterland.de bilden wir die gesamte Region in allen Facetten ab – von den Lokalnachrichten über Handel und Wirtschaft bis hin zu dem größten Veranstaltungskalender der Region. Ein lebendiges, wandelbares Portal war stets unser Ziel. Da ist es besonders wichtig, die Hand am Puls der Zeit zu haben und auch Rückmeldungen von unseren Usern einzuholen, ob wir den selbst gesteckten hohen Ansprüchen noch gerecht werden, ob wir die Informationen liefern, die im Alltag benötigt werden. So ist uns einerseits der Dialog mit unseren Usern eine Herzensangelegenheit und andererseits natürlich das virale Marketing ein ebenso spannendes wie erfolgversprechendes Instrument.

Münsterland Portal Interviewreihe publicplan 2011

 

PP: Und die Resonanz? Wie ist die bislang auf den Plattformen? Welches waren die ersten Erfolge, die verzeichnet wurden?

IB: Die Resonanz ist überwältigend. Durch die persönlichere Kommunikation über die Social-Media-Kanäle stellen wir fest, dass unser Portal nun auch als wesentlich persönlicher wahrgenommen wird und nicht nur als bloße Informationsplattform. Das schafft natürlich auch eine engere User-Bindung. Das für uns schönste Beispiel für Interaktivität zeigt sich übrigens seit inzwischen fast zwei Jahren jeden Donnerstag um Punkt 13 Uhr auf unserer Facebookseite beim „Heimatkenner der Woche“, einem Fotorätsel, das von uns zusammen mit unserer Facebook-Community entwickelt wurde. Wir posten jede Woche ein neues Foto aus dem Münsterland und der User mit der ersten richtigen Antwort wird unser neuer „Heimatkenner der Woche“ und darf uns das Rätselbild für die kommende Woche zusenden. Was sehr einfach klingt, hat sich inzwischen zu einem echten Kult gemausert. Nicht selten entwickeln sich dort unterhaltsame Diskussionen und unerwartete Aktionen, die auch weit über Online-Aktivitäten hinaus reichen. Das zeigt sehr anschaulich, wie mit wenigen Mitteln große Reichweite erzielt werden kann.

Münsterland Portal Interviewreihe publicplan 2011

 

PP: Welche Zielgruppe wird in den Netzwerken überhaupt angesprochen und wie stark können Bürger/innen der Region mit den Angeboten beteiligt werden? Sind dafür spezielle Themen/Features definiert?

IB: Wir möchten mit unserem Portal und ebenso mit unseren Social-Media-Aktivitäten vor allem einen echten Nutzen, einen Mehrwert für unsere User bieten. Daher entscheiden wir oft spontan, dass ein Thema, das gerade besonders aktuell und wichtig erscheint, auch zum Social-Media-Thema bei uns wird. Die Themenpalette kann da vom Live-Ticker einer Wetterkapriole bis hin zu Veranstaltungstipps reichen. Was zählt ist einzig: Hat das Thema einen Nutz- oder Unterhaltungswert für den User? Posten um des Postens willen verkneifen wir uns und verhalten uns, wenn sich kein Thema anbietet, eher auch mal einen Tag ruhig. Gerade aber die erwähnte breite Themenplatte führt dazu, dass wir kein besonders stark eingegrenztes Zielgruppenbild haben. Allerdings lässt sich sagen, dass sich unsere Social-Media-Aktivitäten eher an die Menschen in der Region richten, während die Inhalte auf www.muensterland.de auch für Urlauber und Besucher des Münsterlandes zusammen gestellt sind.

Münsterland Portal Interviewreihe publicplan 2011

 

PP: Zum Jahresende wirft man ja gerne einen Blick in die Zukunft. In welche Richtung soll das Social Media-Konzept gehen und auf was können sich Fans und Follower freuen?

IB: Wir entwickeln in regelmäßigen Redaktionskonferenzen ständig neue Ideen, um bestehende Inhalte neu zu transportieren oder völlig neue Inhalte zu erschaffen. Von manchen Ideen erfährt der User nie, weil sie uns nach einer Woche doch zu abwegig oder zu aufwändig erscheinen, andere – wie gerade erst beispielsweise eine Podcast-Serie zu den schönsten Sagen und Legenden aus dem Münsterland – schaffen den Sprung in unsere öffentlichen Kanäle. Vor allem aber möchten wir den Dialog mit unseren Fans und Followern noch weiter ausbauen und verbessern, weitere Partizipationsmöglichkeiten schaffen, damit sich auch in Zukunft das Münsterland als eine aufgeschlossene, starke und vor allem lebendige Region im Internet präsentiert.

PP: Herr Bojes, vielen Dank für das gespräch und weiterhin viel Erfolg mit dem Münsterland-Portal.

Dies war vorerst das letzte Städteinterview im 2-Wochen-Rhythmus. Ab 2012 geht es ein wenig verändert weiter.