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"Open Data": Start unserer neuen Kurzinterviewreihe

Autor
Dr. Christian Knebel
Datum

Open Data ist in aller Munde, doch was bedeutet das eigentlich genau? In Wikipedia wird es so definiert: "Open Data ist eine Idee oder Bewegung mit der Absicht, Daten öffentlich frei verfügbar und nutzbar zu machen. Sie beruht oft auf der Annahme, dass vorteilhafte Entwicklungen eingeleitet werden, wenn Daten für jedermann frei zugänglich gemacht werden. [...] Open Data ähnelt dabei zahlreichen anderen 'Open'-Bewegungen, wie zum Beispiel Open Source, Open Content, Open Access, Open Government und Open Education."

 

Speziell in der öffentlichen Hand wird dieses Thema aktuell heiß diskutiert. Bis Ende Juni 2012 lief die „Online-Konsultation zum Eckpunktepapier Offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln (Open Government)“, in der auch die Thematik der „offenen Daten“ ihren Platz einnimmt. Wichtig ist unserer Meinung nach die dort vorgenommene Differenzierung der Begriffe, die immer noch oft durcheinander laufen: Der Begriff „Open Government“ wird als übergreifendes Dach für Aktivitäten in drei Teilbereichen eingeführt (siehe auch S. 7 auf der Online-Konsultationsplattform):

Transparenz steht dabei für die eigentliche Offenlegung von öffentlichen Daten, aber auch die Öffnung von Meinungsbildungs-, Abwägungs- und Entscheidungsprozessen. In diesem Teilbereich ist auch das Thema „Open Data“ einzuordnen.
Teilhabe (oder auch Partizipation und Mitwirkung) Zusammenarbeit (oder auch Kooperation und Kollaboration)

Ebenfalls aktuell in der Diskussion, nämlich von Juli 2012, ist die Studie des Fraunhofer FOKUS unter dem Titel „Open Government Data Deutschland“ , die sich mit den rechtlichen, organisatorischen und technischen Dimensionen der Offenlegung von Daten beschäftigt. Blickwinkel ist hier, wie man ein einheitliches Vorgehen in Deutschland organisiert und trotzdem die Unabhängigkeit der Bundesländer, Kommunen und weiteren Akteure beibehält, die ja im eigentlichen Besitz der spannendsten Daten sind.

 

Die Historie dieses Themas bei Bund kann auch unter der Internetseite http://www.daten-deutschland.de des Bundesministeriums des Inneren eingesehen werden. Thematisch anders gelagert, aber trotzdem im Bereich „offene Daten“ relevant, wird dort auch der Wettbewerb Apps4Deutschland, erwähnt. Dabei ging es darum, dass aus offen gelegten Daten eine App entwickelt wird, die vor allem den Bürgerinnen und Bürgern einen besonderen Mehrwert bietet. Der Wettbewerb wurde am 8. November 2011 eröffnet und endete zur CeBIT 2012 im März. Bewerber konnten ihre Vorschläge in den drei Kategorien "Daten", "Ideen" und "Anwendungen" einreichen. Das Resultat der Ausschreibung waren fast 500 Wettbewerbseinreichungen, wobei auch wir uns mit dem KiTa-Finder NRW beteiligt haben.

Doch auch nicht-staatliche Akteure tummeln sich auf diesem Feld: Mit der Internetseite http://offenedaten.de hat die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. ein Portal geschaffen, in dem aktuell fast 500 offene Datensätze gelistet sind. Auch das Open Data Network e.V. betreibt ein ähnliches Portal unter http://opendata-showroom.org/de/.

Es passiert viel auf diesem Feld. Das hat uns veranlasst, hier auf dem Blog ab sofort in regelmäßigen Abständen Interviews zu Praxisbeispielen zu publizieren und die Entwicklungen im Allgemeinen in Deutschland weiter zu beobachten. Los geht es kommende Woche Freitag mit einem Interview mit "Offene Daten Berlin".