publicplan E-Government Blog Slider

Warum Open-Source-Software sicherer ist!

Blog

Kontakt

publicplan GmbH

Bilker Straße 29
40213 Düsseldorf

 

Tel +49 (0)211 635501-80
Fax +49 (0)211 635501-89

 

Torstraße 218
10115 Berlin

 

Tel +49 (0)30 6098980-80
Fax +49 (0)30 6098980-89

infoatpublicplan.de

Warum Open-Source-Software sicherer ist!

Autor
Chiara Stuttfeld
Datum

Offener Brief: Mehr Einsatz von Open-Source-Software für mehr Sicherheit und eine öffentliche Infrastruktur

Gemeinsam mit 30 anderen Mitgliedern wandte sich die Open Knowledge Foundation mit ihrem offenen Brief "Public Money, Public Code!" zunächst an Kandidaten der Bundestagswahl und – mit Hinblick auf die Europawahl 2019 - auch an Europaabgeordnete und andere Abgeordnete der EU-Mitgliedsstaaten. Versendet wurde dieser mit der Zielsetzung und Aufforderung, jegliche Software, die für die Öffentliche Verwaltung entwickelt wurde, offen zu lizenzieren.

Prominente Unterstützung: Edward Snowden spricht sich für mehr Sicherheit durch Open-Source aus

Der Präsident der „Freedom of the Press Foundation“, Edward Snowden, unterstützt die Kampagne. Dadurch dass der Quellcode unfreier Software oftmals wie ein Geheimcode behandelt wird, sieht er das Auffinden von versehentlichen und absichtlichen Sicherheitslücken erschwert. Durch die Verwendung von proprietärer Software für die öffentliche Hand sieht er sogar Menschenleben in Gefahr. Dieser Gedanke mag zunächst etwas weit hergeholt und übertrieben erscheinen. Wirft man jedoch einen Blick auf den Trojaner-Angriff „WannaCry“, so scheint dieses Horror-Szenario zumindest denkbar. Im Juni 2017 mussten in Großbritannien wegen Störungen der IT-Systeme von Krankenhäusern Rettungswagen umgeleitet, Patientenaufnahmen abgelehnt und Routine-Operationen abgesagt werden. Auch wenn die Einrichtungen nicht gezielt und direkt angegriffen wurden, waren auf Grund der verwendeten Software immerhin 21 britische Krankenhäuser betroffen.

Abwehr von Hackerangriffen durch den Einsatz von Open-Source-Software?

Auch der Einsatz von Open-Source-Software kann einen Hackerangriff nicht zu 100% verhindern. Der Weg vom Finden des Fehlers bis zu seiner Behebung ist durch das Bestehen einer vielfältigen Entwickler-Community jedoch kürzer und effizienter. Indem von Beginn an verschiedene Entwickler an dem Quellcode arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler entdeckt werden einfach höher. Sollte dennoch ein Fehler vorliegen, so ist dieser offen einsehbar und kann durch verschiedene Personen in kurzer Zeit behoben werden. Die Anbieter von proprietärer Software behaupten oftmals, dass von lizenzfreier Software ein höheres Sicherheitsrisiko ausgehe. Die Praxis zeigt aber genau das Gegenteil: Trotz oder gerade weil Open-Source-Software für jedermann zugänglich ist, gibt es hier weniger Virenbefall.

Aber nicht nur der Sicherheitsaspekt spricht für den Einsatz offener Software in der Öffentlichen Verwaltung, auch der finanzielle Aspekt sollte nicht außer Acht gelassen werden. Viele staatliche und kommunale Webprojekte werden durch Steuergelder finanziert. Die Forderung des offenen Briefes, öffentliche Software auch öffentlich zugänglich zu machen, klingt auch deswegen schlüssig.

deGog als Open-Source-Distribution für die Öffentliche Verwaltung

Schon als deGov lediglich eine erste Idee war, war sich das Entwickler-Team einig, dass eine Distribution im Einsatz für die Öffentliche Verwaltung Open-Source basiert sein sollte. Nicht zuletzt wegen der hohen Sicherheitsstandards entschieden wir uns für den Einsatz von Drupal 8.

Unterstützung der Kampagne

Die Open Knowledge Foundation Deutschland unterstützt die Kampagne mit dem Prototype Fund