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Wirtschafts-Service-Portal.NRW siegt zweifach bei 20. eGovernment-Wettbewerb

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Wirtschafts-Service-Portal.NRW siegt zweifach bei 20. eGovernment-Wettbewerb

Autor
Chiara Stuttfeld
Datum

Das Team der publicplan freut sich sehr über den ersten Platz für das Wirtschafts-Service-Portal.NRW (WSP.NRW) in der Kategorie „Bestes OZG- oder Registermodernisierungsprojekt“ beim diesjährigen eGovernment-Wettbewerb. Das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW) gemeinsam mit der d-NRW AöR und uns wurde unter den 19 Finalisten zum Sieger gekürt - und das nicht nur durch die Jury: Auch Unternehmer:innen und Nutzer:innen sind begeistert von der Open-Source-Lösung und wählten das WSP.NRW auf den ersten Platz beim Publikumspreis.

 

Prof. Dr. Meyer-Falcke mit dem Award für den eGovernment-Wettbewerb
© Konstantin Gastmann

 

„Aufbruch Verwaltung – Segel setzen und Zukunft gestalten.“ Unter diesem Motto stand der diesjährige Ministerialkongress am 29. September in Berlin. Nicht nur der Kongress selbst, sondern auch die 19 Finalprojekte von über 70 Einreichungen in den sechs Kategorien für den eGovernment-Wettbewerb zeigen, mit welcher Kraft die digitale Verwaltung vorangetrieben wird.

Ein Antragsportal für alle Wirtschaftsleistungen in NRW

Das WSP.NRW bündelt Wirtschaftsleistungen des Landes medienbruchfrei an einem Ort. Als Antragsportal ist es das zentrale digitale Zugangstor für die Wirtschaft in NRW. Dabei wurde es schrittweise nach agilen Prinzipien entwickelt.

Bevor es zum WSP.NRW wurde, umfasste das vorherige Gewerbe-Service-Portal.NRW lediglich die Verwaltungsleistungen rund um die Gewerbeanmeldung, -ummeldung und -abmeldung. Seit Inkrafttreten des Wirtschafts-Portal-Gesetzes des Landes NRW Mitte 2020 als Rechtsgrundlage für den Ausbau des WSP.NRW klettert die Zahl der angebotenen Leistungen stetig.

Allein bis Ende des Jahres 2021 werden rund 200 Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft in NRW als Online-Dienste im WSP.NRW zur Verfügung stehen. Seit dem Livegang im Juli 2018 wurden allein über 50.000 Gewerbeanmeldungen über das Portal durchgeführt.

Dabei stellt das WSP.NRW die Wirtschaftsleistungen in NRW sowohl im Frontend als auch über standardisierte Schnittstellen medienbruchfrei (OZG-Reifegrad 3) für den Vollzug bereit.

Schnell und nachnutzbar durch Digitalisierungsstraßen

Diese effiziente Entwicklung machen vor allem die „Digitalisierungsstraßen“ möglich. Dabei handelt es sich um ein Vorgehens- und Organisationsmodell, das die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen in einem standardisierten Baukasten ermöglicht.

Wirtschaftsbezogene Verwaltungsleistungen werden im WSP.NRW seit Juni 2020 über diese als Referenzimplementierungen mit der Lösung GovForms, basierend auf der Open-Source-Software (OSS) „Form.io“, umgesetzt.

Darüber hinaus bewährt sich dieses Vorgehen auch für den Bereich des “EfA-Roll-Outs", d.h. im Rahmen der Aufnahme fachspezifischer, landesgesetzlicher Anforderungen der jeweiligen Bundesländer, die die Online-Dienste mitnutzen.
GovForms gestaltet den gesamten Prozess medienbruchfrei: von der Authentifizierung der Nutzer:innen, über das Formular und die Bezahlung bis zur Weiterleitung an die zuständige Behörde. Auch die Kommunikation zwischen der Behörde und den Nutzer:innen (sog. Rückkanal) erfolgt medienbruchfrei über das Portal.

Bis Ende 2022 werden voraussichtlich mindestens 350 LeiKa-Leistungen als EfA-Dienste bundesweit zur Mitnutzung bereitgestellt.

Unternehmer:innen stehen beim WSP.NRW an erster Stelle

Trotz der zunehmenden Leistungen, die über das WSP.NRW in Anspruch genommen werden können, bleibt es einfach zu nutzen. Die Unternehmer:innen stehen hier klar im Mittelpunkt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der einfachen Bedienung. Ob es um die Gründung eines Gewerbes oder die Zulassung zu einem reglementierten Beruf geht – jede:r soll sich im Portal zurechtfinden und zum gewünschten Ziel gelangen.

Deshalb sind im WSP.NRW alle wichtigen Themen direkt über die Startseite erreichbar. Der zentral platzierte Wirtschaftsassistent hilft Nutzer:innen anhand einer KI zudem beim Ermitteln ihrer Anzeige-, Melde- oder Erlaubnispflichten. Im Zuge dessen bietet eine intelligente Suchfunktion Hilfestellung bei der Wirtschaftszweig-Erkennung. Zusätzlichen Komfort bietet der auf der Open-Source-Software (OSS) „Botpress“ basierende GovBot „Guido“. Dieser Chatbot unterstützt Portal-Nutzer:innen bei Fragen rund um ihr Anliegen und leitet sie durch den Prozess.

Verwaltungen realisieren darüber hinaus immer mehr, dass zur Nutzerfreundlichkeit auch eine nutzergerechte Formulierung gehört. Denn „Beamtendeutsch“ mit vielen Fachbegriffen verunsichert Nutzer:innen zunehmend und zieht Prozesse damit in die Länge.

Auch hier setzt das WSP.NRW ein Zeichen und sorgt – auch mit dem zusätzlichen Angebot in leichter Sprache - dafür, dass die digitalen Wirtschaftsleistungen in NRW für jede:n unkompliziert zugänglich sind.

 

Der Bundes-CIO Dr. Markus Richter geht in seinem Artikel: „Warum die Digitalisierung einfach sein muss“ auf viele wichtige Aspekte ein, die wir im Rahmen unserer nächsten Blog-Artikel genauer unter die Lupe nehmen. Fortsetzung folgt - seien Sie gespannt.

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