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Open Source Monitor 2021: Potenziale noch nicht ausgeschöpft

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Open Source Monitor 2021: Potenziale noch nicht ausgeschöpft

Autor
Anna Küchler
Datum

Der Digitalverband Bitkom hat in einer Studie deutsche Unternehmen und Behörden zum Thema Open Source befragt. Erstmals enthält der „Open Source Monitor“ damit einen Sonderteil zur Öffentlichen Verwaltung. Demnach sieht jede vierte Verwaltung Open Source kritisch, die Potenziale von Open-Source-Software (OSS) werden nicht ausgeschöpft. Strategisch sind Behörden im Bereich Open Source jedoch besser aufgestellt als die Wirtschaft.

Lupe vor einer Studie

 

Die publicplan GmbH hat die Erstellung der Studie unterstützt und das Studiendesign für den Frageteil an die Öffentliche Verwaltung aktiv mitgestaltet. Befragt wurden 100 Organisationen der Öffentlichen Verwaltung in Deutschland ab 20 Beschäftigten.


Im Vergleich mit den befragten Unternehmen zeigt sich bei der Öffentlichen Verwaltung eine deutlich größere Skepsis gegenüber Open Source. So gibt zwar etwa ein Drittel (32 Prozent) der befragten Behörden an, Open-Source-Software offen gegenüberzustehen, aber rund ein Viertel (23 Prozent) sieht den Einsatz kritisch oder lehnen ihn sogar ab. Verglichen mit der Wirtschaft liegt der aktuelle Einsatz auf einem leicht niedrigeren Niveau: In der Öffentlichen Verwaltung nutzen 64 Prozent Open-Source-Software, in der Wirtschaft sind es sieben Prozentpunkte mehr.


Auf strategischer Ebene ist die Öffentliche Verwaltung besser aufgestellt als die Wirtschaft. 30 Prozent verfügen über eine OSS-Strategie, während dies nur für ein Viertel der Unternehmen gilt. Trotz des geringeren Interesses und höherer Skepsis geben fast zwei Drittel der Verwaltungen an, dass sie OSS nutzen.


Von der Möglichkeit, den offenen Quellcode von OSS anzupassen, wird in der öffentlichen Verwaltung noch wenig Gebrauch gemacht. Nur 18 Prozent der befragten Behörden nehmen bei der internen Nutzung von OSS Anpassungen vor. Rund ein Fünftel (19 Prozent) der Verwaltungen nutzt OSS mit angepasstem Quellcode zur Entwicklung eigener Lösungen.


Im Gegensatz zur Wirtschaft nehmen öffentliche Organisationen zwar seltener Anpassungen am Quellcode für intern genutzte OSS vor. Wenn sie es aber tun, stellen sie den von ihnen veränderten Quellcode deutlich häufiger der OSS-Community zur Verfügung als Unternehmen, nämlich jede fünfte Verwaltung (22 Prozent).
Abgefragt wurde in der Studie auch die Beteiligung an der (Weiter-)Entwicklung von OSS-Projekten. Weniger als die Hälfte der öffentlichen Organisationen (46 Prozent) wirkt demnach an der Entwicklung oder Weiterentwicklung von OSS mit.


Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Thema Open Source nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Öffentlichen Verwaltung angekommen ist. Dennoch ist noch viel Potenzial vorhanden, insbesondere bei der strategischen Verankerung und bei der Beteiligung an (Weiter-)Entwicklungen. Insgesamt sollte die Öffentliche Verwaltung noch mutiger sein und den Schritt hin zu freier Software wagen. Mit dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist hierfür das Fundament gelegt, dort ist Open Source ausdrücklich als Baustein für digitale Souveränität benannt.

Über den Open Source Monitor

Mit dem Open Source Monitor 2021 können erstmals vergleichbare Ergebnisse zum Status Quo von Open Source in Deutschland vorgelegt werden. Dazu wurden in einer breit angelegten Studie 1.152 nach Größenklassen und Branchen repräsentativ ausgewählte Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten in Deutschland befragt. Darüber hinaus liefert die Studie erstmals Erkenntnisse über Open Source in der Öffentlichen Verwaltung.
Abruf der Studie: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Open-Source-Monitor-2021

 

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