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Digitale Antragsstrecken zur OZG-Umsetzung

Autor
Anna Küchler
Datum

Online-Portale sind der digitale Weg ins Rathaus. Denn digitale Behördengänge erleichtern Bürgern und Unternehmen die Beantragung von Dienstleistungen und die Erledigung von weiteren Services der öffentlichen Hand. Mit wenigen Klicks wird die Verwaltung nahbar. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) schreibt die Digitalisierung von 575 Verwaltungsdienstleistungen und den Zusammenschluss aller Verwaltungsportale zu einem Portalverbund bis Ende 2022 vor. Doch dieses Ziel ist noch in weiter Ferne. Wie der Prozess durch digitale Antragsstrecken mit Online-Formularen beschleunigt werden kann, erläutert Caspar Baratella, Senior Product Owner in der Themenwelt Wirtschaft bei der publicplan GmbH.

Caspar Baratella
Caspar Baratella, Senior Product Owner

Caspar, warum zeichnet sich jetzt schon ab, dass das Ziel der OZG-Umsetzung nicht erreicht wird?

Der Ansatz hinter dem OZG ist gut, jedoch nicht neu. Schon seit Gerhard Schröder gibt es in Deutschland in regelmäßigen Abständen ähnliche E-Government-Initiativen. Doch die immer wieder unter neuem Namen gestarteten Projekte basieren auf falschen Prämissen. Das ist auch der Grund, warum sie immer wieder zum Scheitern verurteilt sind. Auch beim OZG sehen wir in der letzten Hälfte der vorgesehenen Umsetzungszeit, dass noch viele Baustellen vorhanden sind.

Langwierige Digitalisierungsbestrebungen wie die Umsetzung des OZG verlieren sich oft im Detail. So passiert es, dass viele Kommunen dieselbe Leistung unabhängig voneinander digitalisieren. Dadurch entstehen dem Steuerzahler Mehrfachkosten für dieselbe Leistung. Im Sinne von „Public Money, Public Code“ wären gemeinsame Bestrebungen von Bund, Ländern und Kommunen zur Umsetzung von digitalen Verwaltungsleistungen wünschenswert.

Wie kann so ein gemeinsames Vorgehen aussehen?

Ein Ansatz dafür ist der Einsatz von Open-Source-Lösungen. Im Idealfall sind sie einfach zu bedienen und weiterzuentwickeln und erlauben eine Nachnutzung auch über Ländergrenzen hinweg. Dadurch kommt Schwung und Schnelligkeit in die Digitalisierung von Behördenleistungen, da Lösungen auf Open-Source-Basis beispielsweise auf andere Bundesländer übertragen werden können. So profitieren viele von der Erfahrung weniger. Denn wenn ich eine Lösung nachnutze, muss ich nicht erst ein neues Konzept für die Leistung schreiben und neue Komponenten entwickeln. Open-Source-Lösungen sind aus unserer Sicht eine gute Antwort auf langwierige Digitalisierungsbestrebungen, die leider noch viel zu selten zum Einsatz kommt.

Was steckt hinter dem Ansatz, digitale Antragsstrecken mit Open-Source-Formularen anzubieten?

Unser Ansatz bietet einfaches Formularmanagement für alle. Unsere auf form.io basierende Formular-Management-Plattform GovForms erlaubt es, schnell Formulare zu erstellen, in bestehende Internetauftritte und Serviceportale zu integrieren und die erfassten Daten in interne Systeme und Fachverfahren zu übertragen. Der Formulardesigner ist leicht zu bedienen und unterstützt Anbindungen an verschiedene Fremdsysteme wie beispielsweise Zahlungsmethoden oder Ticketsysteme. GovForms erlaubt es, digitale Leistungen so umzusetzen, dass auch Nicht-Entwickler sie benutzen und weiterentwickeln können. Das bedeutet, dass jeder Nutzer das Produkt nach entsprechender Schulung bedienen kann. Von den Vorteilen profitieren sowohl Behörden als auch IT-Dienstleister. So muss zur Umsetzung von Änderungen kein Entwickler beschäftigt werden. Dies ist in Softwareprojekten oft ein Bottleneck. Wir schenken der Verwaltung und den Bürgern also Zeit und Freiheit durch den Einsatz von Online-Formularen mit GovForms. Jeder Nutzer kann mit der Lösung Formulare selbst erstellen, anpassen und in eigene Webauftritte oder Portale einbauen. Wir bieten die Grundlage – der Kunde entwickelt selbst mit und weiter.

Wie hilft die Lösung der digitalen Antragsstrecken bei der OZG-Umsetzung?

Der wohl wichtigste Aspekt ist die mögliche Nachnutzung von GovForms. Viele Anbieter im E-Government-Markt setzen auf Lizenzen und geschlossene Lösungen. Unser Produkt basiert hingegen auf Open Source und ist daher für alle verwendbar und anpassbar. Es ist skalierbar und ermöglicht durch die Struktur dahinter ein flexibles und agiles Arbeiten je nach Kundenwunsch. Das schafft die Voraussetzung, dass OZG-Leistungen schneller bereitgestellt werden, da keine Lizenzkosten bestehen. Module, die für eine Antragsstrecke entwickelt wurden, können dann immer wieder für andere Projekte genutzt werden. Mit solchen nachhaltigen Lösungen ist die OZG-Umsetzung schneller und flexibler zu schaffen.

 

Mehr Informationen rund um digitale Lösungen für die Verwaltung finden Sie auf unserem Blog. Wenn Sie Fragen oder Interesse an nachhaltigen, digitalen Lösungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. 

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