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Einstieg in das Open-Source-Software Engagement

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Einstieg in das Open-Source-Software Engagement

Autor
Peter Majmesku
Datum

Die Unterstützung von Open-Source-Software bietet vielerlei Chancen, die marktführende IT-Unternehmen nutzen. Über die Big Player hinaus sind auch unzählige Unternehmen von Mittelständlern bis Soloselbständigen über NGOs weltweit aktiv. Oft werden die Chancen fälschlicherweise lediglich als ehrenamtliche Tätigkeit oder Spendenmöglichkeit verstanden. Erkennen auch Sie die Möglichkeiten von Open-Source-Engagement, die weit darüber hinaus gehen. 

Zwei Kollegen unterhalten sich an einem Konferenztisch

Eigene Software verbessern 

Warum Softwarelösungen nicht von vornherein an Nutzer:innen geben und sie mitwirken lassen? Das höchste Ziel jeder Software ist die Nutzerakzeptanz. Diese betrifft unter anderem die Bedienbarkeit, Fehlerfreiheit, Wart- und Erweiterbarkeit.  

Google evaluiert die Nachfrage und Akzeptanz verschiedenster Softwarelösungen, beispielsweise mittels Codelabs. Hier besitzen die Lösungen einen Beta-Status und den Nutzer:innen ist bekannt, dass die Lösungen sich in aktiver Entwicklung befinden und sie selbst partizipieren können. 

Etwas Ähnliches macht RedHat mit der Fedora Linux Distribution. Hier wird das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt. Es kann mitentwickelt werden, Ideen werden geäußert und Bugs werden gemeldet. Nutzer:innen erproben außerdem neue Features, die dann später in die stabile RedHat Linux Distribution einfließen.  

Der als Drupal Distribution vorliegende Facebook Klon Open Social verfolgt das Modell gleichermaßen. Auch wenn Open Social ein kleineres Unternehmen als RedHat ist, die Strategie in der Softwareentwicklung bleibt die Gleiche: über das Community-Projekt können Nutzer:innen kostenlos das Produkt sowie neue Features nutzen, am Code mitarbeiten, Bugs melden, Ideen äußern usw. Iterativ werden dann intern bei Open Social Softwareversionen ausgewählt, die Kund:innen zur Verfügung gestellt werden.  

Zwerge auf den Schultern von Riesen 

Wie kann man diesen Ansatz verfolgen, ohne ein eigenes Portal zur Verteilung von Software und deren Kommunikation bereitstellen zu müssen? Die klassische Anlaufstelle hierzu sind netzbasierte Dienste zur Versionsverwaltung für Software-Entwicklungsprojekte, wie GitHub oder Bitbucket, wo die Software öffentlich bereitgestellt und der Code für Interessierte einfach navigierbar gemacht wird. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit Bugs, Feature-Ideen etc. im dort angeschlossenen Ticketsystem zu kommunizieren und Dokumentationen zu veröffentlichen.  

Die Dienste sind weltweit verfügbar und umfassend erprobt. Werden Projekte nicht mehr weiterentwickelt, so gibt es hier auch die Möglichkeit zum Forken. Andere Entwickler:innen können so den Softwarestand übernehmen und damit weiterarbeiten.  

Neben GitHub und Bitbucket gibt es noch Portale im Ökosystem der verwendeten Softwaresuite. Auf Drupal.org werden die Funktionen um den näheren Bezug zur Software erweitert. So befasst sich dort z.B. eine Security Advisory Group mit der Sicherheit der auf dem Portal veröffentlichten Software, wenn Projekte daran teilnehmen. 

Bestehende Fähigkeiten verbessern 

Oft ist es risikoärmer, neue Lösungen und Fähigkeiten nicht zuerst an Kundenprojekten anzuwenden. Hier spielt der Projektstress in Verbindung mit Zeitdruck, Konkurrenzdenken, vorgelagerten monetären Zielen und daher der Angst vor Fehlern eine Rolle, die das Lernen neuer Fähigkeiten behindern. Stattdessen können neues Wissen oder Fähigkeiten durch die Arbeit an Open-Source-Software erlernt werden, indem in Projekten gearbeitet wird, die gemäß der Lizenz keine Leistung garantieren. 

Öffentliche Zusammenarbeit am Beispiel von Drupal 

Projekte wie Drupal organisieren dazu Mentorings für Einsteiger:innen. Damit wird ermöglicht, dass Mitmacher:innen einen Einstieg finden und Aufgaben erhalten, die mit ihren Fähigkeiten übereinstimmen. So wird die Eintrittsschwelle niedrig gehalten und eine Vernetzung innerhalb der Community ermöglicht.  

Auf Events wie der DrupalCon besteht die Möglichkeit dafür vor Ort. Es findet aber auch im Rahmen verschiedener Initiativen traditionell eine digitale Zusammenarbeit statt. Die Mitmacher:innen stimmen sich dazu über ein Ticketsystem und (Video-)Chats ab.  

Das betrifft ausdrücklich nicht nur Entwickler:innen, sondern auch z.B. Scrum Master, Product Owner, Designer und Programm Manager. Softwarelösungen sind zu vielfältig, als dass Entwickler:innen alle zu erledigenden Aufgaben selbst stemmen könnten.  

Gleichgesinnte treffen  

Die verschiedenen Veranstaltungen zu Open Source ermöglichen den Austausch unter Gleichgesinnten. So gibt es unterschiedlichste Formate wie Coding Sprints, BoFs, die Diskussionsgruppen darstellen, Präsentationen mit anschließenden Fragerunden, Keynotes und natürlich die informellen Begegnungen zwischen den Sessions. Oft platzieren Dienstleister oder Initiativen in einem Atrium ihre Stände und werben für ihre Sache. Dieser Austausch fördert die Motivation und erweitert den eigenen Horizont. 

 

In unserem nächsten Artikel beschäftigen wir uns näher mit den Tipps und Möglichkeiten für die Unterstützung von Open-Source-Projekten. Sie wollen mehr über Open Source erfahren oder wollen Open-Source-Software einsetzen? Kontaktieren Sie uns gerne. 

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