Updates aus der Drupal Association und Learnings für unsere Projekte
Der zweitägige Veranstaltungsplan ließ keine ruhige Minute erahnen. Direkt die Eröffnungssession von Baddy Sonja Breidert hatte es in sich: „Why should you and your company contribute to Drupal (and how)?“ Sie legte eine von der Drupal Association überarbeitete Strategie für die Contribution auf Drupal.org vor: Man kann nunmehr nicht nur Badges mit Bezahlabos kaufen und auf seiner Dienstleisterseite darstellen, sondern muss tatsächlich tätig werden. Bezahlen alleine reicht nicht mehr, um als Drupal Certified Partner auf Drupal.org dargestellt zu werden. Als Teil der Drupal-Community unterstützen wir diese Strategie, um Drupal kontinuierlich zu verbessern.
Weitere spannende Einblicke gab es bei der Session zum ECA Drupal Modul. Jürgen Haas und sein Team von LakeDrops haben eine würdige Alternative zum Rules Modul geschaffen. Mittels BPMN Diagrammen, kann man nun im Drupal Backend Prozesse interaktiv modellieren. Dadurch erlangen wir innerhalb unserer Projekte auch eine weitere Gesprächsgrundlage mit Kund:innen.

Die einzelnen Aktionen und Bedingungen lassen sich auch über eigene Plugins programmieren und damit sehr individuell gestalten. Damit muss man sich nicht nur durch Programmcode, Select Listen oder Dokus wuseln: Man sieht die an Funktionen gekoppelten Ablaufstränge direkt.
So war auch der nachfolgende Workshop für uns Pflicht, in dem die Funktionalitäten in Drupal gemeinsam mit Jürgen Haas ausprobiert und geklärt werden konnte. Wir sind somit startklar für die Anwendung von ECA in Projekten und versprechen uns mehr Flexibilität und Effizienz bei der Entwicklung.
Werden Drupal Recipes die Distributionen ablösen? It’s up to us!

Nachdem wir jahrelang die deGov und nrwGOV Drupal Distributionen gepflegt haben, hat uns der Vortrag von Gábor Hojtsy über den Stand von Drupal 10 einen Lichtblick beschert. Die neue Drupal Recipe Initiative stellt eine Überarbeitung der bisherigen Drupal-Distribution-Strategie dar. Damit sollen sich verschiedene „Rezepte“ für unterschiedliche Features wie z.B. Bildergalerie, zugriffsgeschützte Bereiche, Redaktionsworkflows usw. einfacher miteinander kombinieren lassen als bisher.
In Zukunft sollen Drupal Recipes einfacher zu warten und zu entwickeln sein als Distributionen. Wir sehen in der Drupal Recipies Initiative die Chance, unsere Projekte effizienter gestalten zu können.
Auch von der Community wurden Distributionen bisher nur wenig adaptiert. Dies zeigen u. A. die Nutzungszahlen auf Drupal.org und die Erfahrungen anderer Anwender:innen und Entwickler:innen. Mit unseren jahrelangen Erfahrungen tragen wir einen wertvollen Beitrag zur Drupal Recipe Initiative bei.
Barrierefreiheit und Wissensvermittlung als Community
Neben den genannten Highlights nehmen wir aus den restlichen Sessions viele Erkenntnisse, Fragestellungen und Thesen mit. Darunter:
- Wie können wir als Community das Wissen um Drupal sowie weitere technische Themen besser sammeln und vermitteln? Ein Thema, mit dem wir uns nach dem aufschlussreichen Workshop auch in Zukunft weiter beschäftigen werden.
- Mangelnde Barrierefreiheit entsteht oft durch fehlendes Bewusstsein und Wissen.
- „Gin“, die Weiterentwicklung von „Claro“, als Möglichkeit, unseren Redakteur:innen ein moderneres, anpassbares und barrierearmes Backend zu bieten.
Unser Resümee: Das Drupal Camp war ein voller Erfolg im Hinblick auf fachliche Fortbildung, Einblick in die Zukunft von Drupal und die Stärkung unserer Kontakte in die Drupal-Community.
Auf unserem Blog informieren wir regelmäßig über Updates aus der Open-Source-Welt. Sie haben ein konkretes Anliegen oder benötigen mehr Informationen? Kontaktieren Sie uns gerne!